Vor 150 Millionen Jahren ...
Spektakulärer Dinosaurier-Fund in Patagonien.

Der deutsche Dinosaurier Experte und Dr. der Paläontologie, Oliver Rauhut aus Aachen entdeckte
bei Feldarbeiten in der patagonischen Provinz Chubut im Februar dieses Jahres ein spektakuläres
Dinosaurierskelett. Der Fund ist bemerkenswert gut erhalten wird als späktakulär eingeschätzt.

Oliver Rauhut:
»Es handelt sich um einen Brontosaurier von ca. 10 m Körpergröße. Diese Spezies waren Pflanzen-
fresser. Das besondere an diesem Fund ist aber, das in Südamerika bisher nur Dinosaurier aus der
Epoche bis 80 Mil. Jahren Alter gefunden wurden. Dieser Saurier liegt aber in Gesteinsschichten die
ca. 140. Bis 150 Millionen Jahre alt sind.«

Das Skelett liegt malerisch auf einer Berg-
kuppe. Die patagonischen Winde haben es
im Laufe der Jahrtausende freigelegt, so das
leider schon ein Teil des Schwanzes erodiert
ist. Dr. Rauhut und sein Team hoffen nun auf
den Kopf der noch im Erdreich verborgen
liegt. Nach der Ausgrabung wird das Skelett
in das Paläontologische Museum in Trelew
geschafft, wo es restauriert wird. Dort sind
auch Replikas des größten Dinosauriers der
Welt ausgestellt, dem Argentinosaurus, der
1999 nur ca. 1000 km von der jetzigen Fund-
stelle entfernt entdeckt wurde.


Hoffnungen jedoch aus den Überresten des
Skeletts einen Dinosaurier zu klonen, wie etwa in Stephen Spielbergs »Jurassic Park«, gibt es nicht.
Genproben können maximal bei Funden bis 500.000 Jahren Alter entnommen werden.
Dieser Fund wird Aufschluss geben über die Wanderungen der Brontosaurier und die Verwandt-
schaftsgrade, etwa zu ähnlichen Arten auf dem afrikanischen Kontinent. Ein weiterer wichtiger
Mosaikstein bei der Erforschung der Welt der Dinosaurier.

Bei der Expedition war zufällig ein deutsch/österreichisches TV Team dabei, welches mit Drehar-
beiten zu den neuen BR/ARD Serie »Die letzten Paradiese« in Patagonien unterwegs war. So wer-
den die TV Zuschauer wohl bald das 150 Millionen Jahre alte Brontosaurier Skelett auf dem Bild-
schirm zu sehen bekommen.





Was verursacht die Gezeiten?

Wer schon an der Meeresküste gewesen ist,
hat dort Ebbe und Flut beobachtet. Zu be-
stimmten Zeiten des Tages steigt das Wasser,
dann aber zieht es sich wieder zurück und
legt im Laufe einiger Stunden weite Strecken
des Strandes frei. Dies steigen und fallen des
Wassers – die Gezeiten – wird durch die Anzie-
hungskraft des Mondes verursacht; einen
geringeren Einfluß hat auch die Sonne. Überall,
wo sich Meere befinden, läuft der Flutberg mit
dem Mond um die Erde. Aus der anderen Seite
der Erde, die dem Mond abgekehrt ist, bildet
sich jedoch auch ein Flutberg. Wie ist das zu
erklären?


Während der Mond um die Erde kreist, Zieht er mit seiner Schwerkraft die Erde immer ein wenig
aus ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Dadurch vollzieht die Erde im verlauf eines Monats eine exzen-
trische Bewegung, die eine Fliehkraft erzeugt. Diese Fliehkraft läßt den Flutberg auf der Mond-
abgesandten Seite entstehen.
Bei Neumond und Vollmond stehen Sonne, Erde und Mond in einer Linie. Dann wirken Sonne und
Mond zusammen, und es entstehen besonders hohe Fluten, sogenannte Springfluten.
Der Halbmond steht im rechten Winkel zur Sonne. Die Anziehungskraft der Sonne hebt dann einen
Teil der Anziehungskraft des Mondes auf, daher wird der Gezeitenunterschied geringer.

Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist nicht überall gleich. Neben Sonne und Mond wirken sich
auch örtliche Einflüsse der Erdoberfläche wie Winde, Wassertiefe usw. aus. An der deutschen
Nordseeküste beträgt der Unterschied zwischen Hoch- und Niederwasser nur wenige Meter; in der
Bucht von St. Malo an der französischen Atlantikküste aber beträgt er bis zu 12 m.

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